Du bist gerade hier: Startseite > Kli-ki Aktuell

Eine Blutkonserve zum Anfassen

kli-ki-Tag "Das Geheimnis des Blutes"

Am Mittwoch, den 2. November 2016 von 14 bis 17 Uhr findet der kli-ki-Tag "Das Geheimnis des Blutes" statt. Teilnehmen können 40 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren.

Die Einschreibefrist ist vom 26. - 30. September.
(Vorher eingehende Anmeldungen werden nicht berücksichtigt)

Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung.

Was gibt es da zu sehen?

„Das Wunder der Atmung“ - die Fotos vom kli-ki-Tag am 22. März sind da!

 

Die Kinder erfuhren, wie man Kinder und Erwachsene beatmet und wie man die Atmung messen kann. Sie entdeckten, wie eine Lunge aussieht und welche Zellen es unter dem Mikroskop zu entdecken gibt. Und im Gymnastikraum spürten sie, wie ihnen beim Zirkeltraining die Puste ausging.

Der nächste kli-ki-Tag findet in den Herbstferien am 2. November 2016 statt. Die Ausschreibung dazu gibt es Ende September.
Hier geht es zu den Fotos!

Hauke Vogler zeigt am kli-ki-Tag, wie eine Narkose eingeleitet wird.
Hauke Vogler zeigt am kli-ki-Tag, wie eine Narkose eingeleitet wird.

 

„Ich bin die ganze Zeit dabei.“
Im Interview: Hauke Vogler, Oberarzt in der Kinderanästhesie

Was macht ein Anästhesist?

H. Vogler: Der Narkosearzt oder auch Anästhesist sorgt dafür, dass Menschen, die operiert werden müssen, nichts von der OP mitbekommen und keine Schmerzen haben. Dies passiert mit Hilfe einer Vollnarkose oder einer Teilnarkose. Bei der Vollnarkose wird der Patient in einen tiefen Schlaf versetzt. Bei der Teilnarkose kann der Anästhesist nur Teile des Körpers betäuben, zum Beispiel einen Finger oder auch den ganzen Arm.

Worauf müssen Sie bei der Behandlung von Kindern achten?

H. Vogler: Bei Kindern ist alles viel kleiner als bei Erwachsenen. Sie brauchen zum Beispiel kleinere Infusionen oder Beatmungsmasken. Auch die Menge an Narkosemedikamenten muss ich anders ausrechnen.

Was sagen Sie einem Kind, das Angst vor der Operation hat?

H. Vogler: Patentrezepte gibt es nicht. Ich sage meinen Kindern, dass ich die ganze Zeit dabei bin und auf sie aufpasse, dass ihr Blinddarm oder gebrochener Arm zu heilen beginnt, sobald sie schlafen und sie aufwachen, sobald die OP vorbei ist. Außerdem versuchen wir, die Kinder vor der OP mit einem Film oder einem Videospiel abzulenken.

Hier erfährst Du mehr über die Kinderchirurgie

Pupille lässt im Krankenzimmer kleine Wunder geschehen!
Pupille lässt im Krankenzimmer kleine Wunder geschehen!

„Lachen wärmt die Seele!“

Im Interview: Dany Tollemer, Künstlername: Pupille

Dany Tollemer arbeitet seit 2013 beim Clown-Projekt e.V. Sie ist eine der neuesten Clowns im Verein. Als Pupille lässt sie kleine Wunder geschehen.

Was sind die schönsten Momente Ihrer Arbeit?

Pupille: Wenn im Krankenzimmer kleine Wunder zwischen allen Beteiligten entstehen. Plötzlich vergisst man, dass man im Krankenhaus ist! Man rutscht in eine außergewöhnliche Spielsituation, die das Kind und seine Familie für eine kurze Zeit von der Krankheit ablenkt. Ein schöner Moment ist auch, wenn der Clown  mit seinem Spiel ausländische Familien erreicht und die Sprachbarriere überwindet.

Was heitert alle Kinder auf?

Pupille: Kinder lieben Zauberei. Selbst wenn ein Clown nicht zaubern kann: Sie lieben es, wenn der Clown probiert und scheitert. Es macht viel Spaß zuzusehen, wie es dem Clown nicht gelingt einen Luftballon aufzupusten oder wenn er nicht versteht, was sein Partner will.

Was bringt Sie zum Lachen?

Pupille: Ein lustiger Text, eine fröhliche Musik, ein Film, ein Freund. Alles was mir zeigt, dass ich nicht allein bin!

Macht Lachen wirklich gesund?

Pupille: Lachen hilft gesund zu bleiben und wieder gesund zu werden. Davon bin ich überzeugt! Weinen tut natürlich auch mal gut, um schwere Gedanken oder Schmerz loszulassen. Aber das sollte nicht allzu lange dauern. Denn Lachen wärmt die Seele!

Mehr zu den Clowns und dem Alltag in der Kinderklinik

 

Als Pišta bringt Klinik-Clown Stefan kranke Kinder zum Lachen.
Als Pišta bringt Klinik-Clown Stefan kranke Kinder zum Lachen.

„Für mich ist es eine Berufung.“

Im Interview: Stefan Ferenc, Künstlername: Pišta

Stefan Ferenc arbeitet seit 2004 in Nürnberg für das Clownprojekt e.V. Sobald er in sein Kostüm schlüpft, ist er Pišta, der Klinik-Clown.

Wieso arbeiten Sie als Clown?

Pišta: Schwierige Frage … Vielleicht hört sich das übertrieben an, aber für mich persönlich ist es eine Berufung.

Gibt es etwas Bestimmtes, das alle Kinder aufheitert?

Pišta: Ja. Wenn ich mit Liebe und Freude die kranken Kinder oder auch Erwachsene bespaße.

 
Macht Lachen wirklich gesund?

Pišta: Ja! Aber ohne Garantie. Mir gefällt ein Zitat aus dem Film Patch Adams: „Wenn man eine Krankheit behandelt, gewinnt oder verliert man. Aber wenn man einen Menschen behandelt, gewinnt man immer. Ganz gleich, wie die Diagnose ausfällt“.

 

Was sind die schönsten Momente Ihrer Arbeit?

Pišta: Wenn ich die strahlenden Augen von Kindern sehe und wenn das ehrliche Lachen durch die Krankenzimmer donnert.

 

Beim Wunden nähen muss jeder Stich sitzen.
Beim Wunden nähen muss jeder Stich sitzen.

34. kli-ki-Tag: „Bei der Narkose werden Nervenzellen im Gehirn schlafen gelegt.“

Was haben Seepferdchen mit dem Gedächtnis zu tun?

Warum muss man beim EEG die Augen schließen?

Geht ein Ei beim Aufprall auf den Boden auch kaputt, wenn man ihm einen Helm aufsetzt?

Und was passiert eigentlich während der Narkose im Gehirn?

Beim 34. kli-ki-Tag zum Thema „Wunderwerk Gehirn“ wurden alle diese Fragen beantwortet. Während Du  gelernt hast, wie man Wunden vernäht, wurden in Deinem Gehirn Zellen neu verbunden. Wenn Du das Gelernte einmal vergisst, lösen sich die Verbindungen wieder.

Wer spielt besser Memory: Kinder oder Erwachsene? Kinder, ist doch klar. Aber woran liegt das? Wenn Du älter wirst, nehmen die Gehirnzellen ab. Die Erinnerung sitzt übrigens im Gehirn im „Hippocampus“. Das bedeutet auf Deutsch Seepferdchen.

Narkose ist wie Schlafen, nur viel, viel tiefer. In der Anästhesie hast Du gelernt, dass während der Narkose die einzelnen Nervenzellen schlafen gelegt werden. So können sie nicht mehr miteinander sprechen. Deshalb spürst Du auch nichts von der Operation.

Augen zu beim EEG!
Augen zu beim EEG!

Das EEG misst die Spannung, die bei der Tätigkeit der Nervenzellen entsteht. Elektroden werden an Deinen Kopf angeschlossen. Das Ergebnis ist eine Kurve auf dem PC. Damit die Kurve gut lesbar ist, müssen die Augen geschlossen sein. Durch äußere Reize wird das Gehirn sonst irritiert.

Wenn man einen Helm auf dem Kopf hat und damit vom Fahrrad stürzt, ist das meistens nicht so schlimm wie ohne Helm. Bei Eiern klappt das nur bis zu einer bestimmten Höhe. Ab dort gehen sie aufgrund ihrer dünnen Schale auch mit Helm zu Bruch.

Hoffentlich hast Du viel gelernt und hattest Spaß dabei!

Die Fotos zum 34. kli-ki-Tag findest Du hier.

„Es bleibt ein Wunder!“

Im Interview: Hannelore Köhler

Leitende Hebamme in der Geburtshilfe des Klinikum Süd

Hannelore Köhler bringt in der Geburtshilfe Babys auf die Welt.
Hannelore Köhler bringt in der Geburtshilfe Babys auf die Welt.

Was macht eine Hebamme?

H. Köhler: Sie begleitet und überwacht gesunde Schwangere , Gebärende und Wöchnerinnen mit ihren Kindern. Bei Auffälligkeiten, Erkrankungen und so weiter muss sie einen Arzt (Gynäkologen oder Kinderarzt) hinzuziehen.

Was ist das Schönste an Ihrem Beruf?

H. Köhler: Eine Hebamme hat es immer mit jungen Menschen und meistens einem “zauberhaften Anfang“ zu tun. Das hält einen selbst jung! Die Freude der Eltern über ihren gesunden Nachwuchs hat „Suchtpotential“!

Wenn Sie eine Geburt in einem Satz beschreiben müssten, welcher wäre es?

H. Köhler: Es bleibt ein Wunder!

Hier erfährst Du mehr über Babys und Geburten.

 

Nicole Fratrik unterrichtet an der Schule für Kranke

„Was? Die Stunde ist schon vorbei?!“

Im Interview: Nicole Fratrik

Lehrerin an der Schule für Kranke seit 2013

Fächer: Deutsch, Englisch, Erdkunde 

 

Warum sind Sie Lehrerin an der Schule für Kranke geworden?

Frau Fratrik: Ich habe nach dem Referendariat gehört, dass die Staatliche Schule für Kranke Realschul- und Gymnasiallehrer sucht. Nun bin ich das dritte Jahr dabei und merke immer aufs Neue, dass meine Entscheidung goldrichtig war.

 

Wie erleben die Schüler den Unterricht?

Frau Fratrik: Oft höre ich, dass die Kinder und Jugendlichen viel lieber in die Schule für Kranke gehen. Sie schätzen die persönliche Zuwendung durch den Lehrer, die ruhige Arbeitsatmosphäre und  die kleinen Lerngruppen.

 

Welchen Satz hören Sie von Ihren Schülern am häufigsten?

Frau Fratrik: „Was? Die Stunde ist schon vorbei?!“

Wie die Schule für Kranke genau funktioniert, erfährst Du hier.

 

Wer operiert, muss den Durchblick haben

Türöffnertag der Maus 2015: Ihr wart im OP dabei!

Wurdest du schon mal operiert?

Wenn ja, weißt du bestimmt trotzdem nicht, was währenddessen passiert ist. Damit du nichts spürst, bekommst du vorher nämlich eine Narkose.

Wer beim "Türöffnertag der Maus" dabei war, weiß jetzt ganz genau, wie eine Operation abläuft.

So verläuft eine Operation:

Der Anästhesist legt dir eine Atemmaske über Nase und Mund. Die Maske kann nach Vanille oder Schokolade riechen. Sie ist über einen Schlauch mit einem kleinen Ballon verbunden. Wenn der Anästhesist darauf drückt, wird dir Luft zugeführt.

Vor der Operation durftest du ein paar Stunden lang nichts essen. Damit du trotzdem nicht schwächelst, versorgt dich eine Infusion mit Nährstoffen. Das merkst du aber zum Glück nicht. Die Infusion ist nämlich sehr salzig. Sie schmeckt ein bisschen wie Nudelwasser.

Im OP-Saal herrscht Mundschutz-Pflicht

Im Operationssaal muss alles blitzeblank sein. Deswegen hatten die Kinder beim "Türöffnertag der Maus" grüne Kittel, Haarnetze und einen Mundschutz an. Kinderchirurgen zeigten den Besuchern, wie man mit der Schlüssellochtechnik operiert. So wird zum Beispiel der Wurmfortsatz deines Blinddarms entfernt, wenn er entzündet ist.

An einer Attrappe durfte jeder mal selbst probieren, wie das funktioniert. Durch ein kleines Röhrchen musste man mit dem Operationsbesteck Gummibärchen aus einer Kiste heraus fischen. Der Bildschirm zeigte genau, was man gerade machte.

Wer ein Gummibärchen geangelt hatte, durfte es natürlich auch aufessen.

Die Fotos zum Türöffnertag findest Du hier. Viel Spaß!

 

 

Design: Ad-room.de / Realisierung: decide.de